Mein künstlerischer Ansatz  für das Kunstfestival „48h Neukölln 2026“ verknüpft die universelle Form des Goldenen Schnitts mit der performativen Erforschung von Raum, Zeit und Wahrnehmung. Die Grenze zwischen Innen und Außen ist dabei kein statischer Übergang, sondern ein fluides, relationales Feld, in dem Bedeutungen entstehen, verschwimmen und sich neu konfigurieren.
Das Festivalthema OUT/SIDE/IN inspiriert mich dazu, das Verhältnis von Innen und Außen als wechselseitige, dynamische Bewegung zu denken, in der keine Seite ausschließlich dominant ist, sondern sich beide konstant durchdringen und bedingen.
In meiner Praxis nutze ich das Konzept des „Flow“ und die geometrische Form des Goldenen Schnitts als metaphorische und methodologische Brücke, um dieses wechselseitige Verhältnis künstlerisch sichtbar zu machen: Das Symbol der Proportio Divina wird zum Symbol einer Dynamik für das Zusammenspiel von innerer Ordnung und äußerer Form. Hier tritt der Flow als Zustand in Erscheinung, in welchem diese Dichotomien aufgehoben werden.
Indem ich traditionelle ästhetische und räumliche Systeme mit zeitgenössischen, künstlich intelligenten Tools kombiniere, wird das Innen-Außen-Verhältnis nicht als Grenze, sondern als offener Möglichkeitsraum erfahrbar: Das „Innen“ schreibt sich ins „Außen“ ein, das „Außen“ formt das „Innen“. Diese kontinuierliche Bewegung erzeugt ein künstlerisches Feld, in dem Identität, Wahrnehmung und Raum keine festen Grenzen besitzen, sondern beständig neu verhandelt werden.
Mein Projekt versteht künstlerisches Arbeiten als sensorisches Mapping relationaler Dynamiken: Es eröffnet Räume, in denen das Publikum nicht nur schaut, sondern erlebt und durch seine Perzeption das Geschehen mitgestaltet.